Verõffentlicht am: 17.Mai 2012 | Autor: Kevin Rechsteiner | Kommentieren? »
Seit 2002 werden die besten Fotos des jährlichen Pressefotografie-Wettbewerbs von «Swiss Press Photo» im Landesmuseum Zürich zu folgenden Themen gezeigt: Aktualität, Sport, Porträt, Ausland, Alltag und Umwelt, Kunst und Kultur. Die «Swiss Press Photo 12» bietet die ideale Gelegenheit, das Jahr 2011 Revue passieren zu lassen.
40 Fotografinnen und 173 Fotografen haben 2586 Bilder eingereicht, aus welcher die internationale Jury die Preisträger auswählte. Hauptgewinner Mark Henley fand für die Sujets Wirtschaft und Banken eine adäquate Optik und versah das Thema Nummer eins des Jahres 2011 mit einer emotionalen und dramatischen Ästhetik.
Sicher einen Besuch wert. Seit dem 5. Mai bis am 15. Juli 2012
Verõffentlicht am: 10.Mai 2012 | Autor: Kevin Rechsteiner | Kommentieren? »
Eine Umfrage für eine Masterarbeit von Raluca Piteiu. Wäre schön, wenn ihr Euch 5 Minuten Zeit nehmt dafür:
Diese Befragung will herausfinden welche die Beziehung der Fotografen mit Social Media tools ist und wie diese eingesetzt werden um die fotografische Aktivität zu fördern. Die Studie wird in parallel in Deutschland und Rumänien durchgeführt, um zu sehen ob es Unterschiede in dieser Hinsicht für die Fotografen in den zwei Länder gibt.
Zur Umfrage.
Verõffentlicht am: 7.Mai 2012 | Autor: Kevin Rechsteiner | 4 Kommentare »
Das Licht geht aus, die Menge wird ruhig. Du bist im Fotografengraben zwischen Fans und Bühne. Scheinwerfer an und die Band betritt die Bühne. 3 Songs – kein Blitz. Ungewiss was kommt, ungewiss was passiert. Los geht’s.
Die Konzertfotografie ist ein Bereich der Fotografie, der nur von sehr wenigen Fotografen ausgeübt wird. Das Interesse für die Fotografie muss gleichermassen vorhanden sein, wie auch die Liebe zur Musik und den Menschen dahinter.
Ebenfalls stellen die schwierigen Lichtverhältnisse und die Unplanbarkeit der Situation eine zusätzliche Hürde in den Weg…
Ein bisschen Technik
In der Konzertfotografie ist die Ausrüstung ein sehr wichtiger Punkt, da ich ohne lichtstarke Objektive nur sehr begrenzte Möglichkeiten habe. Ein Blitz kann hier zwar Abhilfe schaffen, jedoch empfehle ich von Anfang an ohne Blitz zu arbeiten, da bei grösseren Konzerten der Blitz ohnehin nicht erlaubt ist. (Und sorry, es zeigen grad 80 Scheinwerfer mit Total 15000 Watt auf den Musiker, da ist ein Blitz irgendwie auch gefühlt falsch, oder?) Objektive mit einer Blende 2.8 sind für den Start also nötig, ebenfalls eine Kamera, bei der die ISO-Zahl auf mindestens 1600 eingestellt werden kann und dabei möglichst wenig rauschen erzeugt. Da die Lichtverhältnisse meist recht dunkel sind, habe ich mir angewöhnt auf Manuell zu Fotografieren und dabei die kleinste Blendenzahl einzustellen und mit der Verschlusszeit zu spielen. Ebenfalls fotografiere ich im RAW-Format, damit ich nachträglich Änderungen ohne grössere Verluste vornehmen kann.
Klein beginnen öffnet Türen
Meine ersten Konzertfotos habe ich im kleinen Rahmen gemacht, da ich einen guten Freund hatte, der selber in einer Band spielte. Bei diesen kleinen Konzerten (oft sogar ohne Eintrittspreis) habt ihr die perfekte Übungsmöglichkeit. Man hat das ganze Konzert über die Möglichkeit Fotos zu machen und es gibt oft die Möglichkeit von hinter oder neben der Bühne zu fotografieren…
Die Fotos meines ersten Konzertshootings fanden grossen Anklang und schon bald meldeten sich weitere Bands an, die ich Fotografieren konnte… und so wuchs das ganze immer weiter. Mittlerweile kann ich mir auch grössere Acts aussuchen, die mir persönlich wichtig sind, da ich auf einen Fundus von über 200 Konzerten zurückgreifen kann und somit auch Bilder vorweisen kann.

Icky Undressed @ La Catrina
Die Grossen sind das Ziel – aber warum?
Die grosse Problematik bei “Einsteigern” ist jeweils, dass nur grosse Bands fotografiert werden möchten. Es ist aber oft unmöglich an einen Fotopass zu kommen, wenn ich vorher nicht Bilder vorweisen kann. Darum nochmals mein Tipp: Beginnt klein – werdet grösser.
Man muss sich jedoch immer bewusst sein, dass die bekannten Bands Eure Fotos wohl mit einer sehr kleinen Wahrscheinlichkeit nutzen und einsetzen werden. Und oft müsst ihr aber einen Vertrag unterschreiben, der Euch untersagt, die Fotos zu verkaufen oder ähnliches. Die bekannten Bands habe ich bisher nur für mich fotografiert. Mit einigen hatte ich kurz Kontakt (wie z.B. mit dem Tallest Man On Earth) aber von den meisten habe ich nie etwas gehört.
Bei kleinen Bands entsteht hingegen oft eine Freundschaft und man bekommt auch mal die Möglichkeit im Bandraum oder hinter den Kulissen zu fotografieren…
Ebenfalls werden die Fotos viel eher auf Facebook, Homepage oder auf Blogs weiterverbreitet.

The Tallest Man On Earth @ Palace St. Gallen
3 Songs – no Flash
Noch was zu den bekannten Bands. Nicht nur, dass man oft einen Vertrag unterschreiben muss, der die Nutzung der Bilder klar regelt. Meist gibt es auch die Regel: 3 Songs – No Flash. Also nur die ersten drei Songs fotografieren, danach aus dem Fotograben und raus… Da meist mehrere Fotografen im Fotograben sind, gilt es sich am Anfang eine gute Position zu sichern, anschliessend ist es oft nicht möglich, sich gross zu bewegen. Also viele Einschränkungen, die ich bei kleinen Konzerten nicht habe.
Schlimm sind Rotfilter! Toll ist Nebel.
Bei Konzerten werden meist mit verschiedenfarbigen Scheinwerfern gearbeitet.
Oft wird mit rotem Licht gearbeitet, was auf den Fotos meist schrecklich aussieht. Ich wandle darum viele Bilder in Schwarz/Weiss um. Sieht besser aus und es gibt nicht so viele Konzertbilder in Schwarzweiss. Genial dagegen ist Trockeneis oder Nebel an Konzerten, das ganze Bild wird dadurch heller und bietet sehr viel Spielraum. Leider gibt’s das an nicht so vielen Orten…
Macht den Lichttechniker zu Eurem Freund, sagt ihm, was für Euch gutes Licht ist und was nicht. Die meisten Techniker sind ganz nette Menschen und lassen mit sich reden!
Die Besten der Besten
Bei einem Konzert kommen bei mir schon mal ein paar hundert Fotos zusammen. Hier gilt es, die besten rauszusuchen. Ich veröffentliche von jedem Konzert im Schnitt zwischen 10 und 20 Bilder, mehr macht es unübersichtlich und bringt oft nichts. Zeigt hier nur die besten Bilder und bearbeitet diese. Oft weiss ich schon während dem Fotografieren wie ein Bild aussehen soll, bzw. ob ich es in Farbe lasse oder nicht. Oft muss ich aber auch ein bisschen rumprobieren.
Bei Konzerten gibt es oft sehr unterschiedliche Lichtsituationen mit vielen Farben. Um die Stimmung des Konzertes zu erhalten ist es oft nötig ein bisschen mit dem Weissabgleich zu spielen. Ein allzu “neutrales” Bild wirkt oft langweilig, weil die Lichtstimmung fehlt. Probiert es aus!

Bonaparte @ Alte Börse Zürich
Money Money Money
Fakt ist, mit Konzertfotos Geld verdienen ist (fast) nicht möglich. Es gibt immer wieder die Situation, an denen ich Aufträge für Konzertfotos bekomme. Da aber meist das Budget begrenzt ist lautet die Bezahlung wie folgt: Gästelistenplatz + 1 und ein Bier.
Davon wird man nicht reich… Ich stelle meine Fotos auch allen Bands kostenlos zur Verfügung, so lange mein Name irgendwo erwähnt wird. So wurden meine Fotos auch schon in zahlreichen Online- und Printmedien eingesetzt, was wiederum zu weiteren Anfragen für grösser Konzerte oder Festivals führte. Zudem darf ich mich an einigen Orten als Hausfotograf bezeichnen, was den tollen Vorteil hat, dass man sich überall (also auch Backstage) frei bewegen kann… und das Bier ist auch noch bezahlt!
Die Motivation
Für mich war und ist die Hauptmotivation die Musik und die Menschen dahinter. Musiker sind dankbare und gute Motive. Die Fotos werden weiterverbreitet und genutzt. Es entstehen Plakate und es schafft es immer mal wieder ein Bild in ein Booklet. Man bekommt ganz viele CDs von den Bands, die man fotografiert hat und manchmal – spät in der Nacht – bekommt man ein MP3 mit Musik, dass frisch aus dem Studio kommt und noch niemand gehört hat.
Das ist meine Motivation…
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